Montag, 5. November 2007

Calgary - 9th week

Nach dem stressigen Midterm von Data Analysis haben wir den Nachmittag für uns genützt und sind auf den nahegelegenen Nose Hill spaziert. Das ist ein Hügelchen in Campusnähe, von dem aus man Calgary downtown bestaunen kann. Haben dann die Dämmerung mit bestem Ausblick genossen und sind nach 3 Stunden Auszeit wieder zum Unigelände zurückgekehrt. Abends haben wir es dann das erste Mal geschafft ins kostenlose Unikino zu gehen ... natürlich mit unserer French-connection ... was sonst! "Superbad" stand am Programm, nicht sehr anspruchsvoll, dafür super witzig und genau das was man nach einem schlechtgelaufenen Midterm braucht! Noch zu erwähnen ist das all-you-can-eat Popcorn für 2 bugs.

Aufgrund dessen, dass am Donnerstag das nächste Midterm an der Reihe war, ließen wir das erste Mal (!) die Wing Night, Wing Night sein. Das hat aber für das Midterm auch nicht viel mehr genützt ... einer von uns versemmelts immer! Schau ma mal, Ergebnisse gibt es noch keine zu berichten. Die Arbeit ging uns aber nicht aus ... zwei assignments fällig MORGEN!
Am Freitag, nachdem wir wieder Adrenalin pur mit unseren Assignments geschwitzt haben, gab es dann die Midterm-over 101 Party!! Anscheinend ging es nicht nur uns so, jede Menge gleichgesinnte haben sich zusammengefunden und gscheit auf den Putz gehauen. Da haben wir dann alles nachgeholt, was wir in der letzten Woche versäumt haben :-). Das Highlight der Party waren wieder mal zwei tanzende, nackte Franzosen ... allerdings bitte nicht unsere French-connection, fürs Protokoll!


Samstag stand dann ganz unter dem Motto: "Bitte leise sprechen!".

Am Sonntag, was gibt es Schöneres, als Aufzuwachen und die Schneeflocken nur so fallen zu sehen. Sonntagsfrühstück bei Winterstimmung und weichem Ei. Anschließend hat uns Petras Mitbewohnerin auf den Calgary Farmers Market mit genommen. Da fühlten wir uns puddel wohl ... ein Ort wo man Stunden verbringen kann. Dort haben wir dann von Obst über Gemüse, Käse und Pies voll zugeschlagen! Der Kühlschrank ist wieder mit Vitaminen beladen!
Da der angezuckerte Tag zu schön war, wollten wir den Nachmittag nicht mit Unizeugs vergeuden und sind mit Freunden in einen Provincial Park namens Fish Creek in Calgary gegangen. Hat im Internet mehr versprochen, als es wirklich war ... dafür gab es "snow war" und eine Erkältung für Petra. Aber zum Glück haben wir einen Vitaminvorrat für die ganze Woche im Kühlschrank. Die Nacht war dann unserem assignment für Montag gewidmet :-)
Heute sind die SIMPSONS im Kino ... wir müssen los, die Donuts warten schon!
Bis nächste Woche
Elise und Petra

PS: Happy Birthday Christoph ... aber wir hätten uns schon erwartet, dass du für London einen Webblog anlegst ;-)

PPS: So sieht es aus, wenn in Kanada jemand sein midterm versaut! Jetzt wissen wir, warum es hier keine mündlichen Prüfugen gibt!

Samstag, 3. November 2007

Calgary - 8th week

So, was ist in der achten Woche passiert?
In dieser Woche hatten wir am Dienstag unseren ersten Midterm in unserem aller aller liebsten Kurs 'Digital Imaging' ... für alle die das nicht verstanden haben, das ist sarkastisch gemeint. Achja, nochmals ein Danke an Heli! Nach der Klausur haben wir uns eine kleine Party in Petra's Wohnung gegönnt. Haben die French-Connection und Brewster 218 sowie Geotesse-Stellvertreterin Katrin zu ein paar Gläschen Wein und selbstgebackenem Brot geladen und über die Uni gelästert um den Midterm-Frust abzulassen.
Mittwochs ... eh schon wissen ... DEN! War wieder einmal total lustig ... die Runde der Wing-Fanatiker wird von Woche zu Woche größer.


(Foto links: 'French-Connection', Foto rechts: 'Brewster 218')

Dieses Mal haben wir es das erste Mal geschafft, dass Katrin mit uns mitkommt. Wurden dann wieder einmal mit dem Besen rausgekehrt ... doch das heißt für uns nur Lokalwechsel ... sprich Hausparty in Stefan's Wohnung. Auf dem Weg dorthin galt es heiße Gefechte auszutrangen ... bei der ersten Schneeballschlacht in Kanada. Während wir im Den unsere Wings verdrückten, war Frau Holle fleißig und hat uns 10 cm Schnee beschert. Bei Stefan haben wir dann ausgeschnapst, wer von uns drei Geotessen in der Früh zu Hydrography-Vorlesung geht. Danke Katrin! Elise und ich haben es uns dann in der Früh gut gehen lassen und sind mit einem Riesenfrühstück in den Tag gestartet. Haben die schöne Schneelandschaft aus unserem Fenster betrachtet.

Den Nationalfeiertag haben wir Österreicher auch in Kanada nicht vergessen und so gebührend wie noch nie gefeiert. Also, wir haben die österreichische Fahne gehisst, 'I am from Austria' gesungen und österreichische Hausmannskost genossen. Es standen Serviettenschnitten mit Schwammerlsauce und Schweinsfilet auf dem Speiseplan. 'Das beste Essen seit wir in Kanada sind' (Zitat Johannes und Stefan). Nach ein paar Gläschen Wein haben wir uns dann auf den Weg ins Back Alley's gemacht. Dort haben wir dann wieder den Laden gerockt und sind geblieben bis die Lichter angeschalten und die Musik ausgeschalten wurde.

Samstags haben wir dann wieder einmal ein Dinner in der Brewster Hall genossen. Dieses Mal war Johannes der Chefkoch, tischte uns Hühnergeschnetzeltes vom Feinsten auf und zeigte den Kanadiern einmal was gutes Essen heißt.
Sonntag haben wir uns ausschließlich der Uni gewidmet, am Montag darauf hatten wir nämlich ein weiteres Midterm.

So das war's für Woche 8 ... jetzt seid ihr wieder auf dem Laufenden!
Wünschen Euch zuhause noch ein schönes Wochenende! Der nächste Eintrag wird hoffentlich nicht so lange auf sich warten lassen.
LG Petra und Elise

Calgary - 7th week

Jetzt haben wir endlich wieder mal Zeit unseren Blog zu aktualisieren, die heiße Midterm-Phase ist vorbei. Also was ist in den letzten Wochen passiert:
Wir haben in dieser Woche nicht allzu viel Spannendes getan - wir haben die meiste Zeit mit der Beschäftigungstherapie, die uns die Uni anbietet, verbracht. Mittwochs waren wir natürlich im Den ... das haben wir uns noch nie nehmen lassen.
Am Freitag nachdem wir alle Programme abgegeben hatten, gab es wieder einen großen Picture-Change-Abend von der letzten Wanderung am Emerald Lake. Bei Snacks und Drinks gab es dann eine Präsentation aller Bilder und Movies begleitet von jeder Menge 'ahs' und 'ohs'.Haben diesen Anlass gleich zum Vorglühen für die anschließende Party genutzt. Das Motto der Party war 'Let's make my roommate crazy'. Was wir dann auch geschafft haben! Aber immerhin war der Gastgeber so nett und hat seinem Wohnungskollegen Ohrstöpsel an die Tür geklebt bevor die Partymusik richtig aufgedreht wurde. An diesem Abend wurde die 'Austrian-French-Connection' ins Leben gerufen. Da haben wir gute Freunde zum Fortgehen und für 'Coffee-Breaks' und sonstige Spinnereien gefunden - 'GRENOBLE ROCKS!!!'.
Das Wochenende ist dann wieder unter dem Stern 'Digital Imaging' gestanden ... danke an alle die uns dieses Fach soooooo empfohlen haben - we hate it! ... Rache ist süß!
Am Sonntag Abend haben wir uns eine Digital-Imaging-Pause gegönnt und sind mit der French-Connection und anderen Ice-skaten gegangen. Mittlerweile funktioniert das schon ganz gut ... Bremsen müssen wir halt noch lernen. Im Moment macht das noch die Bande!

So jetzt müssen wir uns der achten Woche widmen!

Dienstag, 23. Oktober 2007

Calgary - 6th week

So heute mal ganz auf nostalgisch ... mit Austropop-Musik im Hintergrund und mitsäuselnd der langersehnte neue Eintrag.
Wie kann es auch anders sein, die Woche hat mit einem Feueralarm um 3:30 am begonnen. Wir wurden mit den zarten Worten "t h i s i s a F I R E A L A R M" und flashing blue light aus dem Schlaf gerissen. Somit war der Wochenstart schon mit einem Schlafmangel begonnen. Das hat uns aber nicht aufgehalten am Mittwoch Österreich bei der Chicken Wing Night zu vertreten. ('I am from AUSTRIA ... lalala!!') und natürlich haben wir unserem Land keine Schande gebracht und gezeigt was in Österreich so Brauch ist .... PROST und obi damit!

Der Rest der Woche hatten wir Stress mit unseren Assignments. Freitag und Montag sind ja unsere Hand-In-Days für unsere Assignments. Waren richtig stolz, dass wir am Mittwoch abend vor dem Den schon das Assignment für Freitag fertig hatten. Somit konnten wir am Freitag mit ruhigen Gewissen ein perfektes österreichisches Dinner für unsere Brewster-Hall-Freunde zubereiten. Da haben die deutschen Kollegen nur so geschaut. Es gab: Kernölsalat mit selbstgebackenen Nuss- und Zwiebelbrot alla Elise, gefolgt von Fleischlaberl mit Erdäpfelpüree und zum Dessert Eispalatschinken! Gut gestärkt ging es anschließend endlich wieder einmal ins Back Alley's. Dort haben wir dann die Bar gerockt! Bis zur Sperrstunde waren wir nicht von der Tanzfläche zu kriegen.
Am nächsten Tag wurde uns dann Salsatanzen beigebracht. Wir wurden zu einem richtigen typischen mexikanischen Abend geladen und mit ein paar Schlückchen mexikanischen Tequilla wurden sogar wir zu 'Salsa-Queens'.
Sonntags starteten wir in aller Früh zu unserer Wanderung um den Emerald Lake im Nationalpark Yoho. Wir waren eine Gruppe von 13 Personen, gemischt aus Franzosen, Kanadiern, Deutschen und Österreichern. Bei traumhaften Wetter haben wir 20 km bei einer Höhendifferenz von 1000 m zurückgelegt. Für das ganz haben wir 7 Stunden gebraucht! Und diesen Ausblick gehabt!!!
Zurück am Emerald Lake haben wir noch einige Minuten das klare Wasser des Emerald Lakes bestaunt.

Fix und fertig nach der langen Wanderung sind wir dann nur mehr ins Bett gestürzt und haben gehofft dass uns die 'Firealarm-Götter' gnädig sind.

LG eure 'Salsa-Queens' Petra und Elise

Dienstag, 9. Oktober 2007

Calgary - 5th week

Die letzte Woche starteten wir mit müden Füßen und Beinkrämpfen vom Wandern und somit fiel das Fitnessstudio fürs erste ins Wasser. Haben uns stattdessen bis Mittwoch ganz unseren Assignments gewidmet. Mittwoch war dann natürlich wieder Den angesagt ... aber des is ja nix neues!
Haben am Donnerstag Nachbesprechung von unserer X-treme-Wanderung gehabt und Fotos ausgetauscht (mehr Fotos dazu siehe Studivz bei Petra). Anschliessend habe ich mich auf eine Mütze Schlaf nach Hause gemacht, während Petra noch ein paar Lokale zugesperrt hat :-). Also a nix neues.
Fr
eitags waren wir wieder unter Strom ... 17:00 Uhr Programmabgabe in letzter Sekunde. Aber das tut man ja gerne wenn sichs lohnt. Haben unser erstes Assignment zurückbekommen: 20 von 20 Punkten ... meine Damen und Herren! Und das jeweils! Petra hat sogar Anmerkungen erhalten wie: sehr gut, das machen wir dann nächste Stunde!!!
Am Abend waren wir dann zum perfekten Dinner geladen, anscheinend hilfts wenn man den Jungs von der Brewster Hall lange genug auf die Zehen steigt und subtile Anmerkungen wie "mögts net amol kochen für uns!" macht. Beim Dinner gabs als Vorspeise Scampi mit Baguette. Als Hauptspeise gab es kanadischen Lachs auf Rahmsauce und Penne. Das Dessert haben wir dann in die Hand genommen ... uns viel Arbeit angetan, uns bemüht bis zum geht nicht mehr und ein Vanilleeis mit Kernölspiegel aufgewartet! G'schmeckt hats! Mit ein paar Gläschen Wein haben wir den Abend ausklingen lassen.
Das Thanksgiving Wochenende haben wir in Edmonton verbracht. Dort haben wir das berühmte Shoppingcenter West-Edmonton-Mall aufgesucht. Dort haben wir dann die Kreditkarte gezückt und die Shops nur so geplündert. Samstag Nacht sind wir dann in Edmonton durch die Clubs gezogen und Österreich beim Kampftrinken alle Ehre gemacht. Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen! Der Rollercoaster am nächsten Tag war für mein laues Magerl dann doch ein wenig zu fiel und ich hab mich als Fotografin für Petras Höllenritt durch die 8er-Bahn bereit erklärt. Mir ist vom Zuschauen schon schlecht geworden. Aber Petra hat sich da nix anmerken lassen ... hart wie sie eben is! Am Montag haben wir dann den Rückweg durch drei Nationalparks angetreten: Jasper, Banff und Yoho. Dabei ein wahnsinns Panorama erlebt und die Gletscher und deren Eishölen am Mount Edith erkundet.

Schneeballschlacht inklusive. Ich hab mal wieder mit dem richtigen Schuhwerk geglänzt und eine Rutschparty aufs Parkett gelegt.
Nächster Stopp war der Emerald Lake, wo wir in der Emerald Lake Lodge dann im Salon einen Tee eingenommen haben ... wie es uns gebührt. Den restlichen Heimweg haben wir dann auf der Rückbank gepennt und unsere ausstehenden Assignments diskutiert. Dienstag war schließlich schon das nächste fällig!

Also dann ... bye bye Edmonton - hello Calgary!
Elise & Petra

Montag, 1. Oktober 2007

Calgary - 4th week

Also Heli ist es zu verdanken, dass es weitere Einträge gibt :-)
Am Montag startete die Woche mit einer Geburtstag
sfeier bei Katrin. Katrin ist unsere Studienkollegin aus Stuttgart, die unsere Kati aus Graz für das nächste Semester ersetzt. So ist das Dreiergespann wieder komplett, wenn auch nicht in Grazer Bestbesetzung. Der Abend war sehr lustig unter lauter deutschsprachigen Freunden.
Der Rest der Woche haben wir uns den Assignments und dem Fitnessstudio gewidmet, abgesehen Mittwoch abends der für die Wing Night reserviert ist. Elise hat endlich ihren Argentinier kennen gelernt, den sie den ganzen Abend mit ihren Erlebnissen in Argentinien belästigt hat. Petra hat anscheinend den richtigen Akzent um den Mexikanern den Kopf zu verdrehen ('I love it, how you say BERRRRRNARRRRDO'), was zu einer weiteren Einladung zu einem Dinner geführt hat. Aber natürlich kann ich der Elise nicht untreu werden.
Nachdem wir die halbe Donnerstag Nacht mit Programmieren und Bericht schreiben verbracht haben sin
d unsere Berichte fünf Minuten vor Abgabeschluss im hoffentlich richtigen Postfach gelandet. Den restlichen Tag haben wir unseren Schlaf nachgeholt um für die Wanderung am Samstag fit zu sein.
Am Samstag fuhren wir zusammen mit ein paar Dänen, Franzosen, Deutschen und Österreichern nach Lake Louise um den Mount Fairview zu erklimmen. 13 km, 800 Höhenmeter und das in 6 1/2 Stunden Fußmarsch (mit großzügigen 5 Minuten Lunchbreak ... danke Johannes und Stefan!
!!). Und diese 5 Minuten mussten eine halbe Stunde vorher beantragt werden. Vom Gipfel hatten wir einen super Ausblick auf die umliegende Landschaft des Banff Nationalparks. Das tolle an der Wanderung war, dass wir bereits im Tal unsere Fußspuren im Schnee hinterlassen konnten und mit steigenden Höhenmetern die Tiefe des Schnees zunahm und wir somit am Gipfel knöcheltief im Pulverschnee standen. Somit war der Abstieg die reinste Rutschpartie. Der Rückweg zum Auto führte uns über den Touristenmagneten Lake Louise. Bei der Wanderung zum Auto wollten wir ursprünglich den Hiking Trail benutzen. Jedoch nach einigen Metern sahen wir überall frische Bärenspuren im Schnee und somit entschieden wir uns für die 'sichere' Strasse. Damit ihr einen Eindruck davon kriegt wie toll die Wanderung war, muss ich erwähnen, dass Elise als Flachland-Österreicherin nur ihre Turnschuhe anhatte, und somit nach 5 Minuten ihre Füsse patschnass waren. Trotz alldem dachte Elise keine Sekunde ans Umkehren.
Am Abend hat Erin uns ins Ranchman's zu ihrer Geburtstagsfeier geladen. Das ist ein typisches Westernlokal, wo von Bullriding bis Linedancing alles zu finden ist. Karrierte Hemden und Cowboyhütte sind dort Pflicht.

Nachdem wir mit dem letzten Zug total fertig und müde nach Hause gefahren sind, war in Petras Wohnung eine andere Geburtstagsfeier noch voll im Gange. Wir haben uns dann für Option B 'Mitfeiern' entschieden, weil an Schlaf bei diesem Lärm sowieso nicht zu denken war. Haben dann eine Flasche Wein geköpft und waren schlussendlich die letzten Gäste auf der Party. Nachdem sich der Raum geleert hatte, bemerkten wir wie die Wohnung verwüstet wurde, so als hätte eine Bombe eingeschlagen. Und so reinlich wie meine Wohnungskolleginnen sind, hält der Nachkriegszustand sicher noch länger an (es ist ja erst Montag abend).

Sonntags haben wir uns aus dem Bett gequält und sind mit unserem gemieteten Auto einmal richtig einkaufen gegangen ... Lebensmittel um 245$ ... Klopapier bis zum Jahresende! Danach waren wir noch in einem Outletcenter, wo Elise sich ein bisschen für den harten Winter gerüstet hat.

Müssen jetzt leider aufhören, Assignment #3, #4, #5, #6 warten schon. Wir wollen ja nicht schon wieder am letzten Drücker fertig werden.
Liebe Grüße aus Calgary
Petra & Elise

Freitag, 28. September 2007

Calgary - 3rd week

Also unsere lieben Leute ... wenn da nix mehr gepostet wird, dann schreib ma halt nix mehr :-)
Naja eine Woche Galgenfrist!

Ok, was ist in der letzten Woche so passiert:

Am Montag waren wir mit den international Students ice skating im olympic oval. Mit geborgten, ober unbequemen und muffligen Eislaufschuhen haben wir so unsere Runden gedreht und natürlich die Schuld für die schlechte Eislaufperformance und den miserablen Haltungsnoten, den Schuhen zugeschrieben. Mit besseren Schuhen wären wir gelaufen wie kleine Eisprinzessinnen ... bestimmt!
Da wir ja momentan auf der sportlichen Welle surfen, haben wir dann gleich noch einen Kletterkurs gemacht ... und unser Leben in die Hände des anderen gelegt ... danke dass du mich nicht fallen hast lassen Petra, aber vielleicht bekommst du ja eine zweite Chance, da wir ja jetzt hier unsere Kletterkarriere starten wollen!! Praktischer weise gibt es eine gratis Kletterwand im Nebengebäude von unserem Studentenheim.
Mittwochs stehen jetzt immer Chickenwings auf unserer Speisekarte ... der Grund dafür, ist die 'Wingnight' im Den. Dieser Abend ist schon zum Stammtisch der internationlalen Studenten hier und somit auch für uns geworden.
Freitags und Samstang waren zwei Parties in zwei Studenheimen, wo wir natürlich nicht fehlen konnten. Freitags wurde uns auf der Party der Alk geklaut, den wir selbst mitgebracht haben. Samstags haben wir ganz verschlafen, dass wir nichts mehr haben, was wir auf eine Party mitbringen könnten. Hier ist es üblich seine Getränke selbst mit zu bringen! Da wir nichts außer Verdünnungssaft zu Hause hatten, mussten wir uns dann für Samstag zwei 'Alibi'-Bier besorgen, an denen wir uns dann den ganzen Abend festgehalten haben.

Da haben wir dann auch herausgefunden, dass was das Kernööööl für uns ist, der Tequila für die Mexikaner ist! Die ganze Party wurde dann durch einen Feueralarm beendet ... doch Gott sein Dank nicht wegen einem tatsächlichen Brand. Trotzdem mussten wir den ersten guten Rotwein, den wir dann spendiert bekommen haben, zurücklassen als wir evakuiert wurden ... schluchzzzz! Ihr werdet euch vielleicht so wie die Petra fragen, warum haben wir das Glas nicht mitgenommen? ... naja wir sind eben in Kanada und da ist es uns verboten Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken.
Aber es sollte nicht unser letzter Feueralarm bleiben: am Monatg um 6 Uhr wurden wir von einer Feuerübung aus unseren Träumen gerissen und mittags gleich noch einmal aus unseren C++ Visionen bei der Arbeit an unseren Aufgaben. Ein weiterer Feueralarm kann uns nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Grüsse in die Heimat
Elise und Petra

Montag, 24. September 2007

Calgary - 2nd week

In der zweiten Septemberwoche hat die Uni und somit die Vorlesungen erst richtig begonnen ... mit der totalen Orientierung haben wir uns trotzdem noch nicht so recht am Campus zurecht gefrunden.
Trotzdem haben wir es geschafft puenktlich zu unserer ersten Vorlesung zu erscheinen ... das sollte ein einmaliges Ereignis bleiben. Haben dann in den ersten 20 Minuten in der ersten Vorlesung (Data Analysis) am ersten Unitag gleich unser erstes Assignment bekommen ... das faengt schon gut an. In all den anderen Kursen war es dasselbe ... crazy Canadians!
So haben wir jetzt jede Menge zu tun ... vorallem deswegen weil saemtliche Uebungsprogramme in der Programmiersprache C++ zu machen sind, und wie Petra's Wohnungskollegin bemerkt hat, ist das ja schwierig, wenn man Deutsch als Muttersprache hat! Verstanden? Alle Erklaerungen waren ueberfluessig. Haben sie jetzt total aus dem Konzept gebracht, nachdem wir schon so lange gebraucht haben um zu erklaeren, dass man in Austria German und nicht Austrian spricht und jetzt behaupten wir auch noch, dass wir die Sprache MATLAB verwenden ... crazy Austrians!
Zum Ausgleich zu unserem Unistress haben wir uns in das kanadische Nachtleben gestuerzt. Mittwochs und Donnerstags war Den angesagt. Den ist eine Bar direkt am Campus, wo alle Studenten anzutreffen sind. Speziell donnerstags ... was dazu gefuehrt hat, dass wir 1 1/2 Stunden in der Schlange standen und das trotz Vordraengen ;-). Mittwochs ist dort immer Chicken Wings Night ... 25 cent/chicken wing. Leider haben auch billige Wings gleich viele Kalorien wie die teuren. Haben das dann im Fitnessstudio versucht zu kompensieren.
Freitags stand dann ein Oesterreich Abend auf dem Programm. Wir haben Erin, Johannes aus Graz und Israel aus Mexiko (!) zu unseren nicht zu toppenden Palatschinken geladen. 50 Paltschinken und bei Sonnenuntergang waren alle fort!!! Und am naechsten Tag schon wieder ins Fitnessstudio!
Am Samstag sind wir das erste Mal nach downtown Calgary gefahren. Toronto ist es halt nicht! Aber ansonsten auch ganz OK. Sonntags stand dann endlich mal Ausschlafen auf dem Programm. Am Nachmittag haben wir dann die letzten warmen Sonnenstrahlen vielleicht dieses Jahres, wie es im Moment ausssieht, genossen.

Und der Calgary Tower is a nur so gross, dass man die Spitze berühren kann! CN-Tower is es halt keiner!!

Wir muessen je
tzt ins Fitnessstudio. Bis bald!
Petra & Elise

Mittwoch, 12. September 2007

Calgary - 1st week

Liebe Leute, heiß ersehnt, lange erwartet ... unser nächster Eintrag!

Wie Heli schon richtig bemerkt hat, mit dem Flug nach Calgary hat der Ernst des Lebens begonnen. Frühmorgens aufstehen, zur Uni eilen, strenge Professoren, das erste Assignment schon in den ersten 20 Minuten der ersten Vorlesung bekommen und keine Minute Freizeit!Aber wie diese Reklametafel für Karrieremenschen zeigt ... ist das ja erstrebenswert!

OK, OK vielleicht ist es ja nicht ganz so schlimm. Also: das erste Wochenende waren wir mit Erin und ihrer Familie in Fernie in den Rocky Mountains. Ihre Familie hat dort eine Ferienwohnung, wo wir uns bei Wandern und Baden im Hot-Tub und in den schönen Bergseen bestens von den Strapazen der letzten Wochen erholen konnten. Abends hat es ein fettes BBQ gegeben ... so richtig mit Steak und Maiskolben ... da hat es an nichts gefehlt. Besonders lustig waren die Unterhaltungen mit Erins Papa, ein Kanadier mit steirischen Wurzeln und einem Akzent wie der Gouvernator! Bei der Heimfahrt konnten wir die schöne Landschaft der Prärie genießen und sind am weltgrößten Truck vorbeigekommen. Natürlich mussten wir einen Fotostop machen.

Zurück in Calgary folgte der Einzug ins Heim mit einigen Überraschungen. Die arme Elise hat es mit ihren Wohnungskolleginnen nicht allzu gut getroffen. Trotz Rauchverbot war die ganze Wohnung zugekifft ... und das rund um die Uhr. Die Gesprächsthemen der Wohnungskolleginnen bezogen sich auf ihre Dealer, Aufrisse und sonstige tiefgründige Themen. Bei den Dekoltees der Mädels hörten wir immer die Weihnachtglocken bimmeln. Aber wie es der Zufall so will, wollte die vierte Wohnungskollegin, dass Elise das Zimmer mit ihrer Freundin tauscht und jetzt ... wohnen Elise und Petra in den WGs next door mit super netten Wohnungskollegen (happy end)!!! Ach ... besser hätte es nicht kommen können und falls wir einen guten Stoff brauchen, wissen wir jetzt, wo wir uns melden müssen ;-)!

Nach den Anfangsschwierigkeiten haben wir bei den Orientierungsveranstaltungen schnell Anschluss gefunden und sind abends immer lange hocken geblieben um unsere interkulturellen Beziehungen auf Vordermann zu bringen. Freitags waren wir in 'The Back Alley's' ... wir können nur sagen 'best rockbar ever'. Haben dort bis in die frühen Morgenstunden geheadbangt und natürlich haben wir unser Tagesziel erreicht und haben auf der Theke getanzt. Wobei hier zu ergänzen ist, dass wir neben all den anderen dirty girls auf den Theken wie Klosterschwestern gewirkt haben. Ansonsten haben wir unseren Alkoholpegel wieder im Griff ;-).



Am Wochenende waren wir dann mit Erin und zwei Freundinnen von ihr in der Nähe von Canmore wandern. Fünf Stunden sind wir inmitten der Rocky Mountains bei bester Aussicht und guter Unterhaltung gewandert. Es war zwar nicht die schwierigste Route, aber uns hat es dann doch gereicht und waren froh wieder im Auto zu sein, ohne von einem der Bären gefressen worden zu sein. Die Landschaft dort hat ausgesehen, wie auf einer Reklametafel für Kanada.


Gut erholt und mit jeder Menge Orientierung starten wir jetzt in die erste richtige Uniwoche! Mal schaun, was uns dort erwartet ... Abendprogramm steht jedenfalls jetzt schon fest.

LG Petra und Elise




Donnerstag, 30. August 2007

Toronto we are back

Dadurch, dass wir bei unserer jetztigen Unterkunft das Fruehstueck dabei haben, schlagen wir morgens immer kraeftig zu! Frei nach dem Motto: "Das haben wir schon bezahlt, also hau eini!".
Somit waren wir gestaerkt fuer unsere letzten Besichtungstour in Toronto.
Haben heute die verschiedenen Viertel von Toronto abgeklappert: China Town, Little Itay, Greek Town und den Kensigten Market, der irgendwie a Mischung aus allem ist. Haben sicher 500 km zu Fuss zurueckgelegt ... und das Fruehstueck ist wieder von unseren Hueften verschwunden!
Beim langsamen Zurueckschlendern von Greek Town in die Innenstadt ... michts anhnend und voellig blauaeugig ... landen wir doch glatt im SCHWULENVIERTEL von Toronto! Da kamen auf einmal zwei Maenner Hand in Hand, die Petra noch leise "Elise schau", dann auf einmal an der Kreuzung zwei umarmende Maenner ... hm komisch ... was ist denn hier los?!? Auf einmal war keine einzige Frau mehr zu sehen und wir bemerkten, dass in den Restaurants und Cafes nur mehr turtelnde Maennerpaerchen sitzen. Und das lustige daran ist, dass sich das Schwulenviertel genau entlang der Churchstreet befindet. Natuerlich gab es dort auch jede Menge sagen wir mal "Erwachsenengeschaefte", die uns in unserer Meinung bestaetigten und nur Maennerartikel anboten. Das Punkterl auf dem I war dann noch der Stricher mit gepiercten Nippeln und offener Hose, wo die Unterhose herausleuchtete.
... Und sowas ist nicht einmal im Reisefuehrer zu finden. Einfach sehenswert!!!! Wir waren nur froh, dass wir Frauen sind, so konnten wir das ganze Schauspiel geniessen ohne ein mulmiges Gefuehl haben zu muessen.
Werden jetzt noch den letzten Abend in Toronto geniessen und zur Harbourfront spazieren, um die Skyline bei Nacht zu sehen.

Also jetzt ist die Reise zu Ende ... und der Ernst des Lebens beginnt wieder! Wie sich das so gehoert bringen wir am Schluss noch ein paar Statistiken ueber unsere Tour entlang der Ostkueste Kanadas:- wir haben genau 20 Tage an der Ostkueste verbracht.
- wir haben mehr als 3.000 km mit unserem Maeuschen zurueckgelegt und mussten dabei 6 mal tanken.
- sind sicher 5.000 km zu Fuss gegangen (wir fragen uns ja eh, warum wir uns ein Auto gemietet haben)
- wir haben in allen moeglichen verschiedenen Unterkuenften uebernachtet: vom Trucker-Motel, ueber das Studentenheim, mehreren guten aber auch Ghetto Bed and Breakfasts, sowie einer "Fast-Gastfamilie"
- wir haben in 452 von 2.723 Tim Hortons (in ganz Kanada) gefruestueckt, einen Snack gegessen oder sind dort aufs Klo gegangen!
- wir haben 26.538 Eichhoernchen gesichtet (helle, als auch dunkle, grosse und kleinere), ein Stinktier, ein Haserl, einen Waschbaeren, zwei Loonies, einen ueberfetten Biber, eine Schildkroete und drei Mennoniten gesehen!
- wir haben 569 Muffins verdrueckt ... mmmh ... davon 246 Mini-Muffins ... jeweils!
- wir haben mindestens 1000 kg zugelegt ... keine Muskelmasse sondern Muffinmasse!
- wir haben 468 Postkarten aus 4 Grossstaedten geschrieben.
- wir haben insgesamt 5 T-Shirts und 3 Westen gekauft ... des is ja gar net sooo schlimm!
- dabei haben wir genau 0 mal an die Uni gedacht!

Wir Danken euch treuen Bloglesern, dass ihr unsere Reise mitverfolgt habt und hoffen ihr bleibt auch in Calgary auf dem Laufenden!

Liebe Gruesse

Elise und Petra

Mittwoch, 29. August 2007

roadtrip 15th day - Toronto we are back

... und nix ist passiert. Wieder kein lustiger Abend mit den laessigen Truckerjungs an der Bar ... wieder sind wir nur schnell in unser Zimmer und schlafen gegangen.
Haben heute die letzten Stunden mit unserem Maeuschen verbracht. Sind von Hamilton nach Toronto gefahren. Am Flughafen haben wir uns dann schluchzend mit Taschentuch in der Hand von unserem Maeuschen verabschiedet. Sind jetzt noch ganz fertig!
Dann haben wir uns eine Unterkunft fuer die naechsten zwei Tage gesucht und sind schleunigst ins Eaton Center um unser uebrig gebliebenes Geld anzubringen. Und natuerlich um wieder einmal zu essen.
Werden uns jetzt dann mit unserer Gang treffen, haben sie ja schliesslich zwei Wochen nicht gesehen ... mal schaun was geht.
Muessen jetzt los ... Knasti, Gangmaster Phil und Bonesaw Sue warten schon!
die Ghettochics Petra und Elise

roadtrip 14th day - Niagara Falls

Also mit dem Truckermotel wollten wir nur die Spannung fuer den naechsten Eintrag aufrecht erhalten! Eigentlich war das wie ein normales Motel nur mit lauter Trucks vor der Tuere - keine Gnackmattn oder Ruderleibchen, da muessen wir euch leider enttaeuschen! Nur eine mega laessige Dame am Empfang mit einem rauen Spruch, Kaugummi im Mund und weiss-blondierten Haaren.
Dafuer waren die Niagara Wasserfaelle umso aufregender! Haben uns zuerst den kleinen Ort "Niagara on the Lakes" angesehen - sehr nett aber auch sehr viele Touristen! Sind dann entlang des Niagara Parkways mit einer tollen Aussicht, zu den Wasserfaellen weitergefahren. Haben uns selbstverstaendlich von vorne bis hinten alles genau angeschaut: vom sogenannten Whirlpool ueber die Stromschnellen bis zum eigentlichen Highlight den American Falls und den Horseshoe Falls. Haben es uns natuerlich net nehmen lassen ... auf der "Maid of the Mist" einem Schiff hautnah bis zu den Faellen vor zu fahren.



Die Abenddaemmerung ueber den Wasserfaellen haben wir uns auf dem Plateau der amerikanische Seite angesehen ... als es dunkel geworden ist, waren wir aber froh wieder kanadischen Boden unter den Fuessen zu haben - man kann ja nie wissen bei den Amis! Der Ort Niagara sollte eigentlich Las Niagaras heissen, weil hier gehts um wie in Las Vegas ... zumindest in der Nacht. Schoen ist auch die bunte Beleuchtung der Wasserfaelle am Abend.
Sind am Abend wieder in unser Trucker-Motel! Ihr wisst eh, jetzt muesst ihr wieder gespannt sein ...