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Also unsere lieben Leute ... wenn da nix mehr gepostet wird, dann schreib ma halt nix mehr :-)Naja eine Woche Galgenfrist!Ok, was ist in der letzten Woche so passiert:Am Montag waren wir mit den international Students ice skating im olympic oval. Mit geborgten, ober unbequemen und muffligen Eislaufschuhen haben wir so unsere Runden gedreht
und natürlich die Schuld für die schlechte Eislaufperformance und den miserablen Haltungsnoten, den Schuhen zugeschrieben. Mit besseren Schuhen wären wir gelaufen wie kleine Eisprinzessinnen ... bestimmt!Da wir ja momentan auf der sportlichen Welle surfen, haben wir dann gleich noch einen Kletterkurs gemacht ... und unser Leben in die Hände des anderen gelegt ... danke dass du mich nicht fallen hast lassen Petra, aber vielleicht bekommst du ja eine zweite Chance, da wir ja jetzt hier unsere Kletterkarriere starten wollen!! Praktischer weise gibt es eine gratis Kletterwand im Nebengebäude von unserem Studentenheim.Mittwochs stehen jetzt immer Chickenwings auf unserer Speisekarte ... der Grund dafür, ist die 'Wingnight' im Den. Dieser Abend ist schon zum Stammtisch der internationlalen Studenten hier und somit auch für uns geworden.Freitags und Samstang waren zwei Parties in zwei Studenheimen, wo wir natürlich nicht fehlen konnten. Freitags wurde uns auf der Party der Alk geklaut, den wir selbst mitgebracht haben. Samstags haben wir ganz verschlafen, dass wir nichts mehr haben, was wir auf eine Party mitbringen könnten. Hier ist es üblich seine Getränke selbst mit zu bringen! Da wir nichts außer Verdünnungssaft zu Hause hatten, mussten wir uns dann für Samstag zwei 'Alibi'-Bier besorgen, an denen wir uns dann den ganzen Abend festgehalten haben.
Da haben wir dann auch herausgefunden, dass was das Kernööööl für uns ist, der Tequila für die Mexikaner ist! Die ganze Party wurde dann durch einen Feueralarm beendet ... doch Gott sein Dank nicht wegen einem tatsächlichen Brand. Trotzdem mussten wir den ersten guten Rotwein, den wir dann spendiert bekommen haben, zurücklassen als wir evakuiert wurden ... schluchzzzz! Ihr werdet euch vielleicht so wie die Petra fragen, warum haben wir das Glas nicht mitgenommen? ... naja wir sind eben in Kanada und da ist es uns verboten Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken.Aber es sollte nicht unser letzter Feueralarm bleiben: am Monatg um 6 Uhr wurden wir von einer Feuerübung aus unseren Träumen gerissen und mittags gleich noch einmal aus unseren C++ Visionen bei der Arbeit an unseren Aufgaben. Ein weiterer Feueralarm kann uns nicht mehr aus der Ruhe bringen.Grüsse in die HeimatElise und Petra
In der zweiten Septemberwoche hat die Uni und somit die Vorlesungen erst richtig begonnen ... mit der totalen Orientierung haben wir uns trotzdem noch nicht so recht am Campus zurecht gefrunden.
Trotzdem haben wir es geschafft puenktlich zu unserer ersten Vorlesung zu erscheinen ... das sollte ein einmaliges Ereignis bleiben. Haben dann in den ersten 20 Minuten in der ersten Vorlesung (Data Analysis) am ersten Unitag gleich unser erstes Assignment bekommen ... das faengt schon gut an. In all den anderen Kursen war es dasselbe ... crazy Canadians! So haben wir jetzt jede Menge zu tun ... vorallem deswegen weil saemtliche Uebungsprogramme in der Programmiersprache C++ zu machen sind, und wie Petra's Wohnungskollegin bemerkt hat, ist das ja schwierig, wenn man Deutsch als Muttersprache hat! Verstanden? Alle Erklaerungen waren ueberfluessig. Haben sie jetzt total aus dem Konzept gebracht, nachdem wir schon so lange gebraucht haben um zu erklaeren, dass man in Austria German und nicht Austrian spricht und jetzt behaupten wir auch noch, dass wir die Sprache MATLAB verwenden ... crazy Austrians!Zum Ausgleich zu unserem Unistress haben wir uns in das kanadische Nachtleben gestuerzt. Mittwochs und Donnerstags war Den angesagt. Den ist eine Bar direkt am Campus, wo alle Studenten anzutreffen sind. Speziell donnerstags ... was dazu gefuehrt hat, dass wir 1 1/2 Stunden in der Schlange standen und das trotz Vordraengen ;-). Mittwochs ist dort immer Chicken Wings Night ... 25 cent/chicken wing. Leider haben auch billige Wings gleich viele Kalorien wie die teuren. Haben das dann im Fitnessstudio versucht zu kompensieren.
Freitags stand dann ein Oesterreich Abend auf dem Programm. Wir haben Erin, Johannes aus Graz und Israel aus Mexiko (!) zu unseren nicht zu toppenden Palatschinken geladen. 50 Paltschinken und bei Sonnenuntergang waren alle fort!!! Und am naechsten Tag schon wieder ins Fitnessstudio!Am Samstag sind wir das erste Mal n
ach downtown Calgary gefahren. Toronto ist es halt nicht! Aber ansonsten auch ganz OK. Sonntags stand dann endlich mal Ausschlafen auf dem Programm. Am Nachmittag haben wir dann die letzten warmen Sonnenstrahlen vielleicht dieses Jahres, wie es im Moment ausssieht, genossen.
Und der Calgary Tower is a nur so gross, dass man die Spitze berühren kann! CN-Tower is es halt keiner!!
Wir muessen jetzt ins Fitnessstudio. Bis bald!Petra & Elise
Liebe Leute, heiß ersehnt, lange erwartet ... unser nächster Eintrag!Wie Heli schon richtig bemerkt hat, mit dem Flug nach Calgary hat der Ernst des Lebens begonnen. Frühmorgens aufstehen, zur Uni eilen, strenge Professoren, das erste Assignment schon in den ersten 20 Minuten der ersten Vorlesung bekommen und keine Minute Freizeit!
Aber wie diese Reklametafel für Karrieremenschen zeigt ... ist das ja erstrebenswert!
OK, OK vielleicht ist es ja nicht ganz so schlimm. Also: das erste Wochenende waren wir mit Erin und ihrer Familie in Fernie in den Rocky Mountains. Ihre Familie hat dort eine Ferienwohnung, wo wir uns bei Wandern und Baden im Hot-Tub und in den schönen Bergseen bestens von den Strapazen der letzten Wochen erholen konnten. Abends hat es ein fettes BBQ gegeben ... so richtig mit
Steak und Maiskolben ... da hat es an nichts gefehlt. Besonders lustig waren die Unterhaltungen mit Erins Papa, ein Kanadier mit steirischen Wurzeln und einem Akzent wie der Gouvernator! Bei der Heimfahrt konnten wir die schöne Landschaft der Prärie genießen und sind am weltgrößten Truck vorbeigekommen. Natürlich mussten wir einen Fotostop machen.

Zurück in Calgary folgte der Einzug ins Heim mit einigen Überraschungen. Die arme Elise hat es mit ihren Wohnungskolleginnen nicht allzu gut getroffen. Trotz Rauchverbot war die ganze Wohnung zugekifft ... und das rund um die Uhr. Die Gesprächsthemen der Wohnungskolleginnen bezogen sich auf ihre Dealer, Aufrisse und sonstige tiefgründige Themen. Bei den Dekoltees der Mädels hörten wir immer die Weihnachtglocken bimmeln. Aber wie es der Zufall so will, wollte die vierte Wohnungskollegin, dass Elise das Zimmer mit ihrer Freundin tauscht und jetzt ... wohnen Elise und Petra in den WGs next door mit super netten Wohnungskollegen (happy end)!!! Ach ... besser hätte es nicht kommen können und falls wir einen guten Stoff brauchen, wissen wir jetzt, wo wir uns melden müssen ;-)!Nach den Anfangsschwierigkeiten haben wir bei den Orientierungsveranstaltungen schnell Anschluss gefunden und sind abends immer lange hocken geblieben um unsere interkulturellen Beziehungen auf Vordermann zu bringen. Freitags waren wir in 'The Back Alley's' ... wir können nur sagen 'best rockbar ever'. Haben dort bis in die frühen Morgenstunden geheadbangt und natürlich haben wir unser Tagesziel erreicht und haben auf der Theke getanzt. Wobei hier zu ergänzen ist, dass wir neben all den anderen dirty girls auf den Theken wie Klosterschwestern gewirkt haben. Ansonsten haben wir unseren Alkoholpegel wieder im Griff ;-).
Am Wochenende waren wir dann mit Erin und zwei Freundinnen von ihr in der Nähe von Canmore wandern. Fünf Stunden sind wir inmitten der Rocky Mountains bei bester Aussicht und guter Unterhaltung gewandert. Es war zwar nicht die schwierigste Route, aber uns hat es dann doch gereicht und waren froh wieder im Auto zu sein, ohne von einem der Bären gefressen worden zu sein. Die Land
schaft dort hat ausgesehen, wie auf einer Reklametafel für Kanada. Gut erholt und mit jeder Menge Orientierung starten wir jetzt in die erste richtige Uniwoche! Mal schaun, was uns dort erwartet ... Abendprogramm steht jedenfalls jetzt schon fest.LG Petra und Elise